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Gestern waren wir mal wieder in der Videothek. diesmal fiel unsere Wahl auf einen Western aus Frankreich. Der nach der die Comic-Vorlage von Morris und Goscini gedrehte Streifen ist vielleicht ein wenig blutiger als seine gezeichnete Version und macht gewisse Abstriche um dem Medium Film gerecht zu werden. Im Gegensatz zur Verfilmung von Terrence Hill ist diese aber sehr nah am Original: Kostüme, Gags, Schnitte, Darsteller - alles scheint direkt aus dem Comic in die reale Welt gehüpft zu sein. Die Endsequenz wird beispielsweise mit einer Kamerafahrt eingeleitet, die im Comic sicher ein ganzseitiges Panoramabild geworden würe.
Natürlich gibt es bei so viel Licht auch Schatten: Die Handlung hat einen hauch zu viel von Batman und die Dame aus dem Saloon wirkt wie ein halb-fertiges Puzzle - Stimme, Aussehen, Kostüm und Rolle wollen einfach nicht zusammenpassen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dann ist Lucky Luke sicher die paar Euro wert, die man beim Verleih bezahlt.
Am Ende des Films ein besonderes Schmankerl: Man sieht den Helden vor einem Canyon sitzen und er bläst Rauchschwaden in die Luft. Als er die Kamera bemerkt, wirft er die Zigarette in die Tiefe, wedelt den Rauch davon und meint trocken: »Mein Name ist Lucky Luke und ich habe 1983 mit dem Rauchen aufgehört.« Und wer den Witz mit dem A-Patche Nikotinpflaster im Film nicht versteht, dem kann ich das jetzt auch erklären.