Der letzte Hobbit

Filmplakate vor dem Kino

Filmplakate vor dem Kino

Wir kommen gerade aus dem Kino. Ich habe mich ja schon öfter über die Filme von Peter Jackson geäußert und alles, was man bisher über die Filme sagen konnte, gilt weiter. Der Film war gut. Was war diesmal besonders?

Zum einen war „Die Schlacht der fünf Heere“, wie der Untertitel in der deutschen Fassung heisst, ungewöhnlich kurz – für seine Verhältnisse. Immerhin sind es doch noch 144 Minuten, die man im Kinosessel sitzt. Als letzter Film der Reihe, führt er alle offenen Fäden zusammen. Man kann sagen, dass er der rundeste der drei Filme ist. Als erfahrener Zuschauer kann man diesmal die wenigen Momente, in denen die Film-Physik, Story oder Dialog nicht ganz die eigene Vorstellung treffen ganz gut ignorieren und man bekommt dann auch die Szenen, auf die man gewartet hat und die nicht alle im Buch stehen – Achtung Spoiler:

Thorin erkennt seinen Fehler und bekehrt sich selbst. Kili stirbt und Tauriel weint. Galadriel zeigt, dass sie mehr ist als eine Elfe auf einem Podest. Man versteht, warum man Saruman noch traut (in dieser Szene sind die Nazgul in überzeugender Tricktechnik präsentiert, besser als die Geister in vorangegangenen Filmen) und warum Legolas bald Aragorn treffen will und so weiter und so fort.

Einige Kritik die ich im Vorfeld gelesen habe war unberechtigt. Ja, es wird viel gekämpft, aber eben nicht nur. Ja, für Seitenhandungen, wie die Geschichte um Tauriel wird wenig Zeit investiert, aber genug um eine weitere emotionale Ebene zu etablieren. Genug um mit den Figuren zu fühlen. Und zu guter letzt: Ja, die Geschichte ist nicht geeignet, um als politisches Bildungsfernsehen zu gelten, aber ich verstehe auch nicht, wie Spiegel Online und Heise Teleopolis überhaupt diesen Anspruch an einen Blockbuster-Kinofilm haben können.

Es erscheint mir erkennbar, dass die Macher inzwischen ihr Handwerk wirklich gut verstehen. Fazit: Großes Kino und das Ende einer Ära.

Wie programmiert man für eine Uhr?

Seit gestern wissen eingetragene Entwickler, wie Programme für Apples Armbanduhr, die im Frühjahr 2015 in die Regale kommt, aussehen werden. Mehr noch, man kann schon jetzt Programme schreiben und ausprobieren, wie sie sich verhalten würden, wenn es die Uhr schon gäbe. Auch ich habe einen kurzen Blick gewagt und dabei mein Inklusivvolumen aufgebraucht: Der Überblick war ein Video und leider braucht das unterwegs doch so einiges an Bandbreite.watch me

Noch habe ich keine ganze App geschrieben – so viel Zeit habe ich mir noch nicht genommen. Nur ein einfaches kleines Beispiel ist hier schon gelaufen.

In letzter Zeit habe ich mehr kritische als begeisterte Kommentare über die Uhr gelesen, was ich aber nur zu einem gewissen Grad verstehe.

Sicher. Niemand wird in seinem Leben etwas vermissen, wenn er diese Uhr nicht hat. Es ist eine Fernbedienung, eine präzise Uhr und ein Fitness-Tracker. Nichts davon ist wirklich wichtig. Aber das bedeutet umgekehrt nicht, dass man damit nicht seine Freude haben kann. Ob das für mich eine Option ist, lasse ich mir in Ruhe durch den Kopf gehen. Interessant finde ich den Wecker aber allemal.

Nicht wundern: An dem Bild ist noch so einiges verkehrt. Es ist mein erster Versuch ein Bild von der Watch zu zeichnen. Übung macht den Meister.

 

Die Poker Tastatur

Das neueste Mitglied in meiner Sammlung

Das neueste Mitglied in meiner Sammlung

Wer hätte das gedacht? Das gibt es doch tatsächlich eine kleine mechanische Tastatur, die so minimalistisch und anspruchsvoll zugleich ist, dass sie von Steve Jobs persönlich hätte stammen können. Jobs mochte (zumindest 1984) weder Cursor noch Funktionstasten. In einem System mit Maussteuerung und Menüs sind sie ja überflüssig.

Auftritt: Die Poker II. Meine Variante ist mit grüner Hintergrundbeleuchtung und blauen Tastenschaltern der Marke Cherry: Laut, leichtgängig und mit klarem Feedback. Mit nur 62 Tasten ist sie zu allem fähig, was man von modernen Tastaturen erwartet. Eine besondere FN-Taste macht es möglich.

Was allerdings ganz anders ist, als bei einem Apple Produkt, sind die wilden Sonderfunktionen. Die Poker hat einen Programmiermodus und ein paar Schalter, die dazu führen können, dass jede Taste plötzlich etwas ganz anderes macht.

Das ist aber auch gleichzeitig eine Möglichkeit ein häufiges Mac-Problem zu lösen: Die Windows-Taste ist eben nicht da, wo Command (⌘) liegt. Vielleicht liesse sich sogar das Problem lösen, dass wenn man ein deutsches Tastenlayout gewählt hat, die eckigen und geschweiften Klammern, der Klammeraffe (@) und ein paar weniger wichtige Tasten falsch beschriftet sind. Das lasse ich aber ungetestet, weil ich anstatt einer Alt-GR lieber eine zweite Command-Taste habe.

Ganz neu ist der Ansatz dieser Tastatur nicht: Schon ende der 90er gab es in den USA das „Happy Hacking Keyboard“, das mit demgleichen Formfaktor aufwarten konnte und in allerlei Varianten erhältlich war.

Was kann man über das schöne Stück noch sagen? Das Schreibgefühl ist sehr gut. Ich finde sogar besser als bei „Das Keyboard“ und der „Matias Tactile Pro“, weil es vom Anschlag und Druckpunkt etwa zwischen diesen beiden liegt. Sie ist laut und klickt sehr. Aber der Klang ist nicht dumpf und kräftig, sondern klingt sehr technisch.

Es gibt noch ein paar Schattenseiten: Die Anleitung ist ein nur wenig nützlicher Zettel. Amazon hat mir die Tastatur in einem zerrissenen Kanton geschickt. Und zu guter letzt hat sie keinen eigebauten USB-Hub, was bei Mac-Tastaturen üblich wäre.

Otto Normalverbraucher kann mit dieser Tastatur vermutlich nicht viel anfangen. Wegen der Geräuschkulisse eignet sie sich nicht für Großraumbüros. Wer viel mit den Cursor oder Funktionstasten macht wird sie umständlich finden und den Preis für eine mechanische Tastatur wollen viele auch nur ungern Zahlen, weil es doch passable Membrantatstaturen bereits unter 20€ gibt.

Ich bin aber ein großer Fan von diesem Konzept und glaube, dass meine anderen (auch sehr tolllen) Tastaturen jetzt eine lange Pause nehmen können, bevor ich Sie wieder einmal aus dem Karton nehmen werde.

Update: Die Anleitung hat tatsächlich zwei weitere Seiten, die ich zuerst nicht gesehen hatte. Darin steht so ungefähr das, was ich ursprünglich vermisst hatte. Insofern muss ich den Punkt von oben revidieren.

„Die Hexen“ – das Brettspiel

Wir hatten vorgestern das Vergnügen mit guten Freunden das Spiel „Terry Pratchett — Die Hexen“ zu spielen.

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Das Spiel läuft tendenziell kooperativ: Man versucht als Hexe die Zahlreichen Probleme der Scheibenwelt zu lösen. Dabei ist allerdings bei jedem Problem die Hexe auf sich allein gestellt und es findet kein Kartentausch zwischen den Spielern statt. Außerdem will natürlich jeder der erste sein, der ein großes Problem löst (und somit Siegpunkte bekommt). Die meisten bekannten Namen, Orte und Persönlichkeiten aus den Romanen kommen vor und die Zeichnungen sind Stimmungsvoll.

Wir haben das Spiel nur einmal und mit vier Spielern gespielt. Deshalb weiß ich nicht, ob es in anderen Situationen genau so viel Spaß macht. Ich fand es aber schön und abwechslungsreich genug. Es hilft natürlich, wenn man die Romane kennt und dann auch etwas Hintergrund zu den Figuren hat. Außerdem habe ich gewonnen.

BNP77

Endlich mal wieder eine neue Episode vom Bitnacht Podcast. Es geht auch wieder viel um Apple, aber wir haben auch den Lego-Movie, Basis-Raster für Schriften, Kopfhörer und Lautsprecher im Programm. Am Ende auch noch ein brandaktueller Vor-Ort-Bericht vom heute eröffneten Apple-Store in Hannover.Apple-Store Eröffnung in HannoverIMG_2998

Zweiter Drahenzähmer

Gestern waren wir, weil uns der erste Film so gut gefallen hatte und wir die Musik von John Powell sehr mögen, in „Drachen zähmen leicht gemacht 2“.

IMG_2316Der richtige Drachenfilm kommt natürlich etwas später im Jahr: seit vorgestern ist der Teaser für Hobbit 3 (wenn ich das mal so abkürzen darf) im Netz zu sehen.

Doch zurück zu den Drachenreitern von Berg. Die Fernsehserie haben wir ja nicht gesehen, aber der neue Film scheint das Ende der Geschichte zu markieren. (Spoiler Alert!) Zumindest wäre das dann eine Serie für ältere Kinder (der Film richtet sich glaube ich an Kinder zwischen 10 und 12): Hicks Vater stirbt am Ende des Films und der Sohn übernimmt die das Amt des Häuptlings.

Bis ungefähr zur Hälfte des Films erfüllt er alle positiven Erwartungen, die man so hegt. Dann wird die Story ein bisschen wirr und der Plot kämpft sich durch einige Action und emotionale Szenen, bevor es dann zum etwas plötzlichen Finale kommt.

Die Musik war wieder toll und wir waren gut unterhalten. Zweite Teile haben ja den Ruf stark hinter ihre Vorgänger zurückzufallen. Natürlich bleibt der erste Film die eigentliche Geschichte und der zweite eher eine Reprise, aber enttäuscht waren wir nicht.

Vielen Dank noch einmal an den Filmvorführer, dass er den Film am Dienstagabend um 20 Uhr dann auch vor so extrem kleinen Publikum gezeigt hat: wir waren allein. Die Ferien starten ja auch erst morgen, dann werden die Kinder bestimmt alle gleichzeitig ins Kino wollen.

Kommentarspam

In den letzten Tagen bekomme ich hier in meinem Blog über 30 Kommentare pro Tag. Am Anfang fand ich den gelegentlichen Kommentarspam ja noch ganz lustig, aber inzwischen nervt er eher. Ich überlege, ob ich die Kommentarfunktion nicht ganz abschalte, aber bislang habe ich mich erst einmal damit begnügt, die zugehörige E-Mail-Benachrichtigung auszuschalten. Ich kann also nur noch gelegentlich durchschauen, wie viele echte Nachrichten darunter sind.

Kommentarspam ist eine merkwürdige Sache. Er wird von Roboter-Programmen automatisch generiert und versucht durch das Unterbringen von Links das Google-Ranking der verlinkten Inhalte zu verbessern – zumindest soweit ich das verstanden habe. Manchmal sind die generierten Texte ganz lustig. Sie scheinen irgendwoher kopiert worden zu sein. Das ist vielleicht sogar eine Form von Digitaler Poesie, leider aber dann eher auch eine besonders schlechte. Kein Kommentar war unterhaltsam genug um hier zitiert zu werden. Aber vielleicht kommt ja irgendwann mal etwas besonderes vorbei.

Mittelalter, Comic und Programmiersprache

Vielfältige Wochenenden mag ich. Weil das Wetter ja sehr regnerisch war, gab es viel Zeit sich mit Dingen zu beschäftigen, für die man sonst weniger Zeit hat. Also war ich außer einem kurzen Abstecher zu unserer Heldenburg, wo ein Mittelalterfest gefeiert wurde, die meiste Zeit daheim.

Programmieren mit Swift

Programmieren mit Swift

Wofür braucht man viel Zeit? Programmieren! Apples neue Programmiersprache „Swift“ gefällt mir gut. Wenn man sich eingearbeitet hat, findet man zwar noch das eine oder andere Baustellenschild, aber es ist von der Vielseitigkeit nahe an C++ und genauso typischer, wobei es vergleichsweise elegant und unbürokratisch daher kommt und in dieser Weise schon fast an beliebte Skriptsprache erinnert.

Und – der Mac-Manie nicht genug – habe ich mir dann auch noch den Comic „Steves Welt“ von Caleb Melby durchgelesen. Letzterer hat eine ungewöhnliche Perspektive: Er beschreibt Jobs aus der Sicht der Buddhisten, mit denen er zusammen meditierte. Definitiv ist es keine Massenunterhaltung, aber es erzählt eine Geschichte, die sich für das Medium Comic gut eignet.

Auf das Thema Comics komme ich noch einmal zurück. Ich zeichne selbst gerne und habe da noch ein paar Ideen, die ich umsetzen möchte. Ausserdem kann ich auch meine älteren Sachen hier noch einmal zum Besten geben.

Ach ja: Das Brettspiel Maus & Mystik ist übrigens auch ganz nett, auch wenn die Regeln nicht ganz so einfach sind, wie der Klappentext vermuten lässt.