BNP 76

Heute geht es um den Heartbleed Bug (am besten erklärt durch xkcd) und um Dokumentationen, wie Inside Wikileaks. Wir haben uns ausserdem Zoom.us angesehen. Die Gratis-Version scheint für uns gerade richtig, damit wir uns beim Podcasten gegenseitig hören und sehen können.

Box und DVD

Box und DVD

Filmkitik: jOBS

Filmkritik: jOBS

Gestern ist die deutsche Fassung von „jOBS“ erschienen, der Independentfilm über den verstorbenen Apple Gründer. Und um es kurz zu sagen:  Wer sich nicht besonders für das Leben von Jobs interessiert, wird diesen Film sicher nicht langweilig finden, aber andere Filme bieten in dem Fall deutlich mehr Unterhaltungswert. Für Kenner ist der Film aber ziemlich unterhaltsam und atmosphärisch stimmig.

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Es spukt im Königreich

Nicht das Buchcover

Nicht das Buchcover

Von dem Buch „The Haunted Empire – Apple After Steve Jobs“ hatte ich etwas anderes erwartet. Der Titel des gerade erst erschienenen Werks von Yukari Iwatani Kane lässt vermuten, dass es sich darum dreht, wie sich die Arbeit von Apple-Mitarbeitern verändert hat, seitdem der Chef verstorben ist. Aber auch nach mehrtägigem Suchen finde ich dazu in dem Buch kaum Informationen.

Schon von Tim Cook bekam das Buch eine negative Kritik. Er ging nur darauf ein, inwiefern er seine Vertrauten in dem Buch wiederkennt. Das ist aber nicht das größte Problem des Textes. Letzterer ist eine nur lose zusammenhängende Folge von Episoden, die bis zur Hälfte des Buches noch zu Lebzeiten oder ganz unmittelbar nach dem Tod von Jobs spielen. Personen und Orte wechseln schnell und mir fiel es nicht immer leicht, einen Zusammenhang zwischen den Teilen zu sehen.

Im hinteren Teil findet man vor allem Analysen von öffentlichen Auftritten, also Dingen, die man selbst im Netz finden kann und nicht das Ergebnis der 200 Interviews, die der Autor mit Apple-Angestellten geführt haben will. Ich habe die Lektüre heute abgebrochen.

Insgesamt empfehle ich dem geneigten Leser stattdessen „Design Crazy“ von Max Chafkin, der einfach nur Zitate von Menschen aus Jobs Umfeld gesammelt hat. Es ist kurzweiliger, authentischer und man kann sich selbst ausmahlen, wie diese Persönlichkeit in der Firma nachwirkt.

Die elfte Stunde

Es gibt da ein ganz tolles Kinderbuch, das meine Frau vor etwa zwei Jahren entdeckt hat. Ich wollte darüber schon öfter mal ein Wort verlieren, aber ich habe es wohl bisher versäumt.

Kinderbuch von Graeme Base

Kinderbuch von Graeme Base

Das englische Buch handelt von einem Elefanten der eine Geburtstagsfeier ausrichtet, aber das Festmahl verschwindet mysteriös. Nun muss der Leser alle Hinweise finden, um das Rätsel zu lösen. Geheimcodes, versteckte Zeichnungen – selbst für Erwachsene ist es nicht ganz einfach alles zu dechiffrieren, aber es macht ungewöhnlich viel Spaß.

Das liegt daran, dass alle Bilder mit viel liebe zum Detail gezeichnet sind und jedes gelöste Rätsel ein Ansporn ist, auch das nächste zu Knacken.

„The Eleventh Hour – A Curious Mystery“ von Graeme Base ist meiner Meinung nach wirklich empfehlenswert, aber in seiner Mischung viellicht auch unglücklich, denn die einfache Kindergeschichte steht im Kontrast zu den schwierigen Aufgaben. Am besten ist es wohl, wenn Eltern und Kind das Buch gemeinsam durchgehen.

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Das Ding mit den Fenstern

Multitasking war in den 80ern ein Schlagwort. Heute geben Tablet-Hersteller in ihrer Werbung an, man könne mehrere Programme gleichzeitig benutzen. In gewisser Weise ist das das gleiche, in anderer Hinsicht wieder nicht. Einmal ist „mehrere“ neuerdings ziemlich genau zwei, andererseits geht es dabei nur um die Darstellung und kaum um die Rechenzeit.
Das Problem, das hier gelöst wird ist das gleiche, das Desktop-Computer damals mit Fenstern lösten: der Mensch, der den Rechner bedient, will noch einen Blick auf das haben, was in dem einen Programm läuft, währen er ein anderes benutzt.
In der Praxis scheitert man aber mit den gängigen Systemen sehr oft. Deswegen wurden die PC-Bildschirme immer größer: das überlappende Arrangieren unter Windows ist so gelöst, das man häufig etwas verdeckt hat, was man sehen möchte: Fenster sind in Fenstern, so dass ein eigentlich kleines Fenster durch sein Anhängsel viel größer wird und außerdem kommt ein Fenster immer nach vorne, wenn es aktiv ist.
Nur Amiga OS und wenige X11Fenstermanager (die heute längst vergessen sind) ermöglichen die volle Kontrolle über den BildschirmInhalt. Und jedes mal, wenn ich zwischen Programmen wechseln muss, obwohl ich sie gleichzeitig benutzen könnte, bin ich ein bisschen traurig, dass sich niemand am Amiga ein Beispiel genommen hat. Das letzte mal war es am Donnerstag mit Windows 7.

Dass nun das starre „zwei nebeneinander“ von Android und Windows 8 (Metro) Tablet Stil (… äh, wie soll das Startbildschim Dingens jetzt offiziell noch einmal heißen?) als nützlich angepriesen wird, empfinde ich beinahe beleidigend. Es ist so, als wolle man einem Kind, das ein Schaukelpferd will, einen Stuhl als Ersatz anbieten.

Neil Gaiman: „Der Ozean am Ende der Straße“

Für mich ist es nicht ganz einfach zu entscheiden, wann der beste Zeitpunkt ist, um über ein Buch zu bloggen. Wenn ich warte, bis ich es ausgelesen habe, dann kommt es mir vor, als sei es zu spät. Denn einerseits habe ich einige Eindrücke vom Anfang vielleicht schon wieder Vergessen und meine Spannung ist der Ernüchterung gewichen, andererseits bin ich mit den Gedanken des Buches dann schon so lange unterwegs gewesen, dass sie mir nicht mehr als etwas Besonderes erscheinen.wpid-gaiman-2014-02-20-08-03.png
Genug Meta: „THE OCEAN AT THE END OF THE LANE“ ist ein schon nicht mehr ganz neues Buch von dem von mir so hoch geschätzten Meister des Erzählens: Neil Gaiman. Ich hatte schon, während ich das Hörbuch „THE GRAVEYARD BOOK“ hörte, einmal einige Zeilen aus dem Buch gefunden, aber nicht bemerkt, dass es eine Verbindung zwischen beiden gibt: die Hempstocks.
Die Geschichte wird in der Rückschau erzählt, von einem Mann, der als Junge von sieben Jahren ein merkwürdiges Erlebnis mit einem eigenartigen Mädchen hatte. Das Wort fällt nicht, aber dem Leser wird schnell klar, dass Lisa Hempstock eine elfjährige Hexe ist. Sie ist da, als sie gebraucht wird, denn etwas Finsteres hat sich um den Jungen zusammengebraut. Etwas um das sich jemand kümmern muss. Doch anders als in „THE GRAVEYARD BOOK“, das für ein jüngeres Publikum geschrieben scheint, ahnt man schon recht früh, dass etwas schief laufen wird.

Gaiman schreibt auf seine ganz eigene Weise. Und obwohl die Handlung oft voll Schrecken und Grauen ist, gibt es da noch etwas, das ich nicht gut beschreiben kann. Es hat wohl mit Gaimans Persönlichkeit zu tun, seinem Witz und seiner Art, wie er sich um seine Figuren kümmert. Er gibt ihnen einen Sinn und eine Geschichte – ganz bewusst, aber auch mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit. Der „Ozean am Ende der Straße“ macht hier keine Ausnahme und obwohl ich das Buch erst ein paar Kapitel weit gelesen habe, kann ich es ohne Bedenken empfehlen.

Drahtloser Kopfhörer von Philips

wpid-IMG_1757-2014-02-11-18-24.jpgIch bin lange davor zurückgeschreckt Kopfhörer mit Bügel für meine Zugfahrt zur Arbeit zu verwenden, aber nach dem zehnten Set Ohrstöpsel wollte ich es dann doch einmal probieren.
Nicht alle Ohren sind gleich. Für mich sitzen normale iPod Kopfhörer immer etwas zu locker und allgemein ist die Basswiedergabe bei In-Ear-Varianten für mich viel zu schwach. Beide Probleme habe ich mit dem Philips SHB400/10 nicht, aber es gibt andere Nachteile.
Einiges ist offensichtlich. Der Kopfhörer verbraucht viel Platz. Er lässt sich nicht einmal zusammenklappen. Mit der Akkulaufzeit hatte ich in den zwei Tagen, an denen ich ihn jetzt getestet habe, keine Probleme, aber das iPhone hat einen leicht erhöhten Verbrauch durch die Bluetooth Verbindung. Leider kann man das Headset (Ja, ein Mikrofon ist darin auch versteckt) nicht gut für Siri und Alarme nutzen, denn diese werden nur über ein Kopfhörerkabel oder den eingebauten Lautsprecher ausgegeben.

(Diesen Text schrieb ich vor allem, um einmal die Exportfunktion von Mac Journal zu testen.)

BNP75 – Die nacherzählte Episode

Themen: Mac und Facebook haben Geburtstag, TypeTalks in Berlin, Wolf Of Wallstreet, Sherlock (the Network), Koffeinhaltiges Ram.

Piezo und Skype haben sich dieses mal nicht so gut vertragen, deshalb musste ich improvisieren und Teile des Podcasts nacherzählen.