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BITNACHT

21/04/2021

Da ist er nun, der neue iMac. Manche sagen er wäre zu klein, manche mögen den weissen Rand nicht. Oft hört man es fehle Schwarz oder man wolle mehr Leistung vom Gerät.

Nichts davon entspricht meiner Meinung, und dennoch ist es für mich nicht unbedingt das perfekte Gerät…

Es ist wahr: Ich habe über die Jahre hinweg acht verschiedene iMacs besessen. Von 15" bis 27", in Blau, Weiß und Silber kamen sie daher. Und jedes Mal waren sie schneller und Leistungsfähiger als das Vormodell. Ich weiß, wovon ich rede.

Andererseits sieht es in den Wohnungen von Anderen nicht unbedingt so aus wie hier. Die Bedürfnisse können sehr verschieden sein. So waren die 27" des iMac 5k eigentlich zu groß für die kleinen Räume in denen ich Lebe und der Neue ist gar nicht so viel kleiner, was man dank AR-Vorschau auch ganz gut beurteilen kann. Für mich wäre - was die reine Größe angeht - es vermutlich besser bei dem kleinen Laptop zu bleiben, auf dem ich gerade tippe. Trotzdem finde ich den iMac reizvoll.

Helle und freundliche Farben! Braucht die ein Computer überhaupt? Die meiste Zeit schaut man doch ohnehin nur auf das, was am Bildschirm dargestellt wird. Vielleicht ist ein bunter Rechner am Ende nur ein Statement - vielleicht ein Plädoyer für eine Welt, in der Dinge die positive Grundeinstellung der Menschen, die sie herstellen und benutzen widerspiegeln, oder ein Zeichen der Individualität. Außerdem ist es bekannt, dass unsere Stimmung durch unsere unbelebte Umgebung auch beeinflusst wird.

Einige Apple Fans hatten auf einen neuen iMac Pro gehofft, ein Rechner, der mehr Leistung verspricht als alle anderen Geräte des Ökosystems. Dieser Über-Mac ist es (noch?) nicht geworden. Tatsächlich dürfte die Leistung nicht viel höher sein als bei Apples neuen Laptops, denn der iMac verwendet die gleiche M1 CPU und deren Grafikkerne. Das bedeutet, dass Spiele auf dem Top-Modell der Vorgängerserie flüssigere Bilder bzw. mehr Details anzeigen könnten. Aber der Spielebereich ist bei Intel-Macs ohnehin eher unter Windows zu finden, während die Neuen eher iPad und iPhone Spiele nutzen (die darauf ausgelegt sind, mit Apples Chips gut auszusehen).

Auch andere Hoffnungen wurden nicht erfüllt: Es gibt kein Face-ID am Mac. Allerdings hat Apple immerhin in die farblich passende Tastatur einen Fingerabdruck-Sensor integriert, der das Tippen von Passwörtern weitgehend überflüssig machen kann. Das funktioniert mit allen M1-Macs, aber zumindest vorerst bekommt man die Tastatur nur zusammen mit den iMacs.

Fazit: So lange ich keinen solchen iMac unter den Fingern gehabt habe, bleibt mein Urteil vorläufig. Eines scheint aber schon fest zu stehen; Es ist ein schönes Gerät voller guter Design Ideen.